H. – Und?
L. – Ich will endlich eine Reaktion.
H. –…
L. – Wir sollen sie verführen.
H. – Der Einfachheit halber alles ins Theatralische ziehen? Es…
Gleich?
L. – Ja.
H. – Meinen Sie?
L. – Sie werden etwas hören, erzählt bekommen, aber natürlich
nicht alles. Die nächste Bewegung… Der Abend wird erst
beginnen. Es wird… Ich werde anziehen.
H. – Warum nicht gleich den Ausgang, einen Anfang in der
Verlegenheit finden. Sie brauchen. Einen guten Anfang. War
nicht der Ausgang, aller Anfang immer Verlegenheit?
L. – Ich sag ja, ein Gegenüber fehlt, ohne verliert man si
ch in
Abstraktionen. Manchmal weiß ich gar nicht wo ich anfang, und
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wo ich aufhör. Könnten Sie ziehen? Ziehen Sie.
H. – Wie spät ist es?
L. – Mit Tränen in den Augen erreichen Sie nichts.
H. – Ich werde versuchen a zu sagen, und Sie werden versuchen
b zu sagen…
L. – ?
H. – a.
L. – b.
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H. – Wir sind in einem unaufhörlichen Nachmittag gefangen.
Hören Sie? Der pausenlose Nachmittag.
L. – Und wenn Sie sich auf den Kopf stellten?
H. – Das wäre dem Nachmittag egal. L. – Ein Purzelbaum? Jedenfalls… Vorstellungen vom
Nacheinander und den Möglichkeiten gehören geändert. Es will
in eine andere Richtung. Auf! Erst mal. Und endlich in keine.
Es gibt viel zu wenig Anrufe. Präsenz. Schwung. Die richtigen
Abstände. Leselampen! Damit man vielleicht etwas sieht. Daß
sich etwas zeigt. Zwei!
H. – Den Spieß umdrehen?
L. – Also doch Kopf stehen, oder…
H. – …aus schierer Glücksseligkeit umfallen.
L. – Sie drehen sich im Kreis.
H. – Setzen!
L. – Zweimal dastehen?
H. – …aus schierer Glücksseligkeit umfallen.
L. – Sie drehen sich im Kreis.
H. – Schieben!
L. – ?
H. – Ziehen!
L. – ?
H. – ?
L. – Nein. Aus schierer Glücksseligkeit umfallen und…
H. – Ab!
L. – Alle wesentlichen Unterschiede wegreden und zwar in
Wien!
H. – Von mir aus.
L. – Ich werde das Gefühl nicht los, daß alle anderen immer noch beim Frühstück sitzen. Augen-zu und durch spielts
nimmer. Beim Augen-zu sind die schon stehen geblieben. Durch
möchte man lieber nicht.
H. – Keiner wird mehr ab durch die Mitte geschickt.
L. – Eh. Frühstück reicht schon. Den Rest möchte man lieber
nicht wissen.
H. – Lieber nicht.
L. – Ja nicht! Schmiern sich Honig ums Maul. Gähnend.
Goldenen, triefenden Honig. Teelöffelchen voll.
H. – Wieso sind wir nicht mehr beim Frühstück?
L. – Sie wollten gehen. Weg, weg, weg.
H. – Dieser permanente Nachmittag. Hypnotisch. Nicht tot zu
kriegen.
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L. – Richard Hawkins würde jetzt sagen: My Wednesday-self…
Finden Sie nicht auch, daß Mittwoche… Da ist man doppelt wie
das t. So vor und zurück. So unentschieden.
H. – Wir sind beim Nachmittag!
L. – Wir sind bei der ausgezeichnet passenden Hose.
H. – Welche Nachmittagsformen kennen Sie?
2
L. – Keine Ahnung, am…, offene Haare? Das ist doch jetzt nicht
die Frage.
H. – Und die neue Hose? Eine neue Hose!
L. – Zu der kommen wir später.
H. – Die Frage ist wo hört er auf, wo fängt er an der Nachmittag.
Wo soll man anfangen?
L. – Das ist es ja. Das weiß niemand so genau.
H. – Bei der Frage „Wo hört man auf, wo fängt man an?“ kann
einem eine ausgezeichnet passende Hose schon eine große Hilfe sein. Eine Blaue.
L. – Aber das Schlimmste ist, es wird einem immer noch
Möglichkeit suggeriert. Als hätte der Nachmittag noch was vor.
Meint, es sei noch nicht zu spät. Halbe Bilder. Verzögerungen.
Trödelei. Wir sitzen auf diesem Berg von Früh und Vormittag
und Mittag am Nachmittag. … Wenn doch schon Abend wäre.
Alles erzählt.
H. – Das Problem wird die Handlung. Der zweite Satz. The
3
Second Sentence of Everything I Read Is You.
L. – Der Möglichkeit entkommen sein, gar nimmer etwas
ahnend. Und grade dann…
H. – Wir haben den Mittag ausgelassen. Sind den zwei t
ausgewichen…
L. – Abend. Teurer Abend. Unverbunden. Wortlos. Offen.
Nichts festzuhalten. Wenn es egal sein wird, wo man anfängt
und aufhört. Wenn es nicht mehr zieht. Man sich nicht mehr
aus sich hinübergezogen fühlt. Dann… Man könnte das
kleine a übergehen, es gekonnt überspringen, ohne mehr
wissen zu wollen, wem es nun eigentlich gehört. Die große
Frage lassen. Es überspringen und ankommen. Könnte weiter.
Unsanft. Darüber hinaus. Sein. Brezeln verschlingen. Die
süße Bestimmungslosigkeit zurück haben. Hundemüde gute
Nacht sagen. Leben. Träumen. Zugang. Nichts tun. Anrufe.
Zwei wache träumende Os für beide Seiten! Ungehindert.
Abendrot, daß es einem zu Kopf steigt! Spielendes Licht. Von
Zauberhand. Bilderstill. Endlich. Bewegung. Zwei! Hasen und
Esel. Es Zulassen. Ganz. Was auch immer. Lange mit dem Mond
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hinübersehen. Flirren. Nichts zaudert. Genügend Wut. Genug Abstand. Zauberfarben. Unmöglich. Abend. Er will nichts.
Und
es wird aufgehen.
H. – Denen mußte man ausweichen.
L. – Ja, deshalb sitzt er uns auch im Nacken, lässt uns nicht raus
aus dem Nachmittag. Mittag. Noon. Da war ich schon.
H. – Der permanente Nachmittag. Hypnotisch. Nicht tot zu
kriegen.
L. – Wir hätten beim Frühstück bleiben sollen, anstatt der
Möglichkeit hilflos gegenüber zu stehen. Immer noch ein Oder.
Etwas hochleben-lassen-sollen, ohne zu wissen wen, was oder
wofür. Nachmittag. Komisches Verhältnis zum Verlorenen.
Warten. Zufall. Halbe Bilder. Spiegelbilder. Die zwei t nach
hinten verschoben, mehr nicht. Es ist immer schon zu spät, aber
doch auch irgendwie noch früh. Halblaut. Zum Verrücktwerden.
Sanft und lauwarm. Vorgegaukelte Möglichkeit, vermeintliche,
die natürlich keine ist. Dauern. Dann und wann vier Nebel.
Nachmittag. Tagelang. Falsches Licht.
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H. – Offene Haare. Warum nicht Feuer?
L. – Sie sind immer zu leise. Zu schmal.
H. – Und manchmal wird er auch noch rosa. Was ist eigentlich
los? Ich… ich werde den Nachmittag anders lesen, ihn
vielleicht, ihn zum Beispiel grün lesen. Die Bedeutung
farblich verschieben. Ich nehme an, ich behaupte, daß der
Nachmittag grün ist. Mit der Behauptung einer Verschiebung des
Nachmittags ins Grüne… Wie auch immer. Ich denke meinen
Nachmittag grün. Er ist zweifellos grün. Rosa?L. – Das Fehlende ergänzen, zumindest einkreisen, wie den
süßen heißen Brei. Oder…
H. – Außenlosigkeit sonst nichts. Wir haben kein Ende mehr.
Die äußeren Kämpfe, unerreichbar, nicht mehr zu erreichen,
längst verfehlt, nur mehr zu verfehlen. Alles ist im Bild. Im
Halben. Alles veräußert für vermeintliche Möglichkeiten.
Vermeintliche Oder. Wos immer noch, wie blödsinnig, um alles
geht. Aber eigentlich ist es natürlich zu. Auch äußerst grün
gelesen. Ein Mißverständnis der Nachmittag. Eine Schnapsidee.
Kaffeeundkuchen! Befindlichkeit. Frisuren. Viel Wind. Es geht
um nichts.
L. – Ich will trotzdem ein Gegenüber. Wo hinlaufen. Es fehlt
ein Gegenüber… Das, der Ungeahnte. Ein Zurück aus Neigung.
Ein Hervortreten. Auch und Zauber. Gegner. Ein Wegen. Ein
anderes Bild. Ein Nein. Ja. Eine Reaktion. Wo ist der Abend,
die Erdbeeren… Die zwei Os schlafen traumlos dunkel ihren
Nachmittagsschlaf.
H. – Buchstabenaberglaube. Als wäre das Ihr Kaffee. Abend
ja! Der Gegenüberwunsch. Sie sind komisch. Ein Gegenüber.
Erdbeeren, na gut, meinetwegen. … Nachmittagsstille. So still,
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daß Niemand hindurchgehen konnte.
L. – Sie schlafen.
H. – Hm.
L. – Ich sehe wo Sie aufhören.
H. – Ja? Wirklich? Wo? Wo denn?
L. – Dem Ende die Bedeutung ausreden… Ausreden!
H. – Alles Ausreden. Sie hören nicht auf. Hallo Deutlichkeit!
Wir dürfen nicht hinter unserem Anfang, unserer Eröffnung zurückbleiben. Noch nicht.
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L. – Die Deutlichkeit a charlatan pose. Bewegen Sie sich!
Es scheint so weit weg zu sein.
H. – Das Ende ist wichtig in allen Dingen.
L. – Mit Fettfingern beim Frühstück sitzen, aber… Sie kennen
noch nicht einmal Marmeladengeschichten!
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